Zucht

2007 Ergebnisse der Arbeitsgruppe Züchterringe

Die Arbeitsgruppe Züchterringe besteht aus folgenden Mitgliedern: Anke Last; Heiner Just; Hans-Werner Selken; Clemens Tandler Sprecher der AG-Züchterringe. Das Ziel: l Die Züchter im LV haben nicht so recht Nachwuchs, kurz es werden stetig weniger, diesen Trend gilt es aufzuhalten oder besser umzukehren. l Die Anpassung an die Systeme wie sie in den anderen Landesverbänden der Bundesrepublik gehandhabt werden soll vollzogen werden, wie z.B. die Zuchtdokumentation. l Die Informationen zur Zucht sollen mehr in die Breite gehen um mehr Imker zu erreichen. Wir haben in vielen Treffen diskutiert, Beiträge geordnet, Aufgaben zugeordnet und sind zu einem Ergebnis gekommen das sich in einem Konzept widerspiegelt. Dies Konzept möchte ich vorstellen und erläutern wie schon auf der Züchtertagung am 26.11.2006 präsentiert. Das Fundament: Wir sind die Zuchtrichtlinien des D.I.B. durchgegangen und haben sie als Richtlinie für den LV Schleswig-Holsteinische und Hamburger Imker e.V. vorgeschlagen - ohne höhere Forderungen - dies hat der Vorstand am 12.04.2006 verabschiedet. Jeder der sich mit der Zucht von Honigbienen befasst sollte im Besitz dieser Zuchtrichtlinie sein, um entsprechend dieser Vorgaben handeln zu können. Die Zuchtrichtlinie regelt:


  1. Aufgaben

  2. Gliederung und Zuständigkeit der Zuchtleitung

  3. Zuchtmaterial

  4. Zuchtmethoden

  5. Anerkennung und Kontrolle der Züchter

  6. Anerkennung und Kontrolle von Vermehrungsbetrieben

  7. Belegstellen

  8. Besamungsstellen

  9. Körwesen
Zuchtziele u. Merkmalsbeschreibungen der anerkannten Zuchtpopulationen Anlagen: Zuchtvordrucke des Deutschen Imkerbundes Betrachten wir einmal den Punkt 5 näher, er behandelt die Anerkennung und Kontrolle der Züchter, hier sinngemäß einige Auszüge. l Zuchtgemeinschaften oder Züchterringe müssen mindestens 50 Völker gleicher Zuchtpopulation führen, zwei davon sollten gekört sein. l Reinzüchter führen mindestens 20 Völker, zwei von diesem Bestand sollten gekört sein. l Züchter oder Zuchtgemeinschaften sind verpflichtet Stockkarten und Zuchtbücher zu führen sowie die Königinnen individuell zu zeichnen und Leistungsprüfdaten für eine zentrale Erfassung und Auswertung zur Verfügung zu stellen. Es ist also für jeden Züchter obligatorisch eine durchgängige Dokumentation seiner gezüchteten Königinnen in Abstammung, Leistung, Eigenschaften anzufertigen und sie mit der Körung seiner besten Tiere abzuschließen. Der Punkt 9 „Körwesen“ wurde aus unterschiedlichen Positionen diskutiert. Das Ergebnis ist jetzt, zwei Systeme nebeneinander zu haben. Der Abstand zur Zuchtdokumentation wie es der DIB vorgibt ist über die Jahre zu groß geworden, es kann nicht auf einmal angepasst werden gerade wenn die EDV auch noch mit einhergeht. Wir werden den vorhandenen Körschein und die neue Möglichkeit zur Verfügung haben. Ich habe den Datenfluss einmal dargestellt um es übersichtlicher zu machen: s. Abb. 1 nächste Seite. Hier wird es noch einiger Anstrengungen bedürfen als erstes haben wir uns ein neues Schulungskonzept zur Körung vorgenommen, die Züchter werden ebenfalls in dieses Konzept einbezogen. Hier soll auch trainiert werden wo die Vorteile der EDV liegen, wo sie uns Arbeit abnehmen kann und vielleicht auch den einen oder anderen der jüngeren Imker dazu motiviert über diesen Weg an die Zucht heranzugehen. Bessere „engere“ Kooperation bei den (bestehenden) Züchterringen. Neue Züchterringe und unterstützen der Vorhandenen Um einen regen Austausch von Informationen und Wissen zu erreichen sind die Züchterringe im Focus, sie sollen gefördert und unterstützt werden, bestehende sowie auch neu gegründete. Hier liegt aus unserer Sicht ein Schlüssel um einen besseren, breiteren Informationsfluss zu gestalten. Die verabschiedete Organisation dazu sieht wie folgt aus: s. Tabelle 1 nächste Seite. Wenn man in die Felder Namen setzt kommt folgendes heraus: Unter dem LOB-Zucht Herrn Selken gibt es zwei Bereiche, einmal die l Leistungsprüfung und Körung und den l Zuchtausschuss. Wir wollen in Schleswi -Holstein den Körmeister erhalten, für die Ausbildung von Körmeistern ein neues Schulungskonzept erarbeiten und einen Wissensaustausch für die Körmeister einmal pro Jahr durchführen, in Theorie und Praxis. Für diesen Bereich ist ein erfahrener Praktiker erforderlich, wir haben Herrn Geert Staemmler für diese Aufgabe gewonnen. Für das weiterhin bestehende Hauptzuchtbuch ist Herr Hans-Joachim Burmester verantwortlich und für die Sammlung von Zuchtwerten sowie deren Transfer nach Hohen-Neuendorf ist Clemens Tandler zuständig. Für das Schulungskonzept ist bereits eine Arbeitsgruppe festgelegt, die Vorbereitungen für ein erstes Treffen laufen. Der Zuchtausschuss ist das Spiegelbild der Züchter im Land, alle 1. Vorsitzenden von ZR + ZG / NPZ / VLZ / Belegstellenleiter / Besamer / Zucht Imkerschule / Koordinator Nord V-T vertreten hier die Interessen der Züchter, es ist so die Möglichkeit gegeben in die Breite zu gehen, um möglichst viele anzusprechen. Folgende Daten werden vom LV bei den Züchterringen abgefragt: l Anzahl der Reinzüchter:Anzahl der Ergebnisse der Arbeitsgruppe Züchterringe. Von Clemens Tandler aus der DNB 1/2007
Clemens Tandler